Biodiversität

Gemeinsam Lebensräume schaffen

Nachhaltiger Igelschutz bedeutet auch Naturschutz. Denn wo die Artenvielfalt stirbt, fehlt dem Insektenfresser Igel die Nahrung. Es ist deshalb wichtig, die Biodiversität in privaten Gärten, auf Flächen der Gemeinden oder an Waldrändern zu stärken.

Wir nehmen diesbezüglich eine wichtige Vermittlerrolle ein und setzen uns überall, wo möglich, dafür ein, dass Entscheidungsträger die Biodiversität höher gewichten. Konkret bedeutet das:

  • Naturbelassene Flächen bieten nicht nur wichtige Verstecke für Wildtiere, sondern auch ein reichhaltiges Nahrungsangebot.
  • Einheimische Pflanzen sind nachhaltiger als Arten, die hierzulande nicht etabliert sind.
  • Alte Obstbäume werden von allerlei Tieren und Insekten sehr geschätzt.
  • Ein Haufen Totholz ist mehr wert als ein Golfrasen.
  • Wildblumenwiesen sind nicht nur schön anzuschauen, sondern die Grundlage für ein funktionierendes Ökosystem.

Wir helfen gerne weiter.

Senden Sie uns einfach ein Foto der Fläche und eine kurze Beschreibung. Gemeinsam prüfen wir, welche Möglichkeiten es gibt, den Lebensraum für Igel und andere Tiere zu verbessern.

1. Biodiversitätszonen

Biodiversitätszonen sind naturnahe Bereiche, in denen Pflanzen und Tiere geeignete Lebensräume finden. Solche Zonen können in privaten Gärten, auf Firmenarealen, in öffentlichen Grünflächen oder auf Vereinsgeländen entstehen.

Typische Elemente einer Biodiversitätszone sind zum Beispiel:

  • heimische Sträucher und Hecke
  • Wildblumenflächen
  • Totholz und Laubhaufen
  • naturnahe Wiesen
  • Durchgänge für Wildtiere


Diese Strukturen bieten Nahrung, Schutz und Überwinterungsmöglichkeiten für viele Tierarten – darunter auch den Igel.

2. Igelfreundliche Gärten

Viele Igel leben heute in Siedlungsgebieten und sind auf geeignete Gärten angewiesen. Ein igelfreundlicher Garten bietet Verstecke, Nahrung und sichere Wege.

Bereits kleine Veränderungen können viel bewirken:

  • Durchgänge in Gartenzäunen für Igel schaffen
  • Laub und natürliche Strukturen im Garten belassen
  • auf Pestizide und Schneckenkorn verzichten
  • Mähroboter nur tagsüber einsetzen
  • naturnahe Pflanzen und Sträucher verwenden


Ein naturnaher Garten hilft nicht nur Igeln, sondern auch zahlreichen anderen Tierarten wie Insekten, Vögeln und Amphibien.

3. Projekte und Lebensräume

Neben Information und Beratung engagiert sich die Igelhilfe Schweiz auch in Projekten zur Förderung naturnaher Lebensräume.

Dabei geht es unter anderem um:

  • die Aufwertung bestehender Grünflächen
  • die Gestaltung neuer naturnaher Lebensräume
  • die Förderung von Biodiversitätsflächen
  • die Sensibilisierung für igelfreundliche Gestaltung


Jede naturnah gestaltete Fläche trägt dazu bei, Lebensräume zu vernetzen und die Artenvielfalt zu fördern.

4. Beratung für Gartenbau und Gemeinden

Die Gestaltung von Gärten, Parks und Grünanlagen hat einen grossen Einfluss auf die Biodiversität. Durch naturnahe Planung können wertvolle Lebensräume entstehen.

Die Igelhilfe Schweiz unterstützt und berät bei Fragen rund um:

  • igelfreundliche Gartengestaltung
  • Biodiversitätszonen
  • naturnahe Grünflächen
  • Lebensraumförderung für Wildtiere


Gemeinsam mit Privatpersonen, Gartenbauunternehmen, Gemeinden und Organisationen möchten wir dazu beitragen, dass wieder mehr Raum für Natur und Tiere entsteht.

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